Dienstag, 17. November 2009

Argen / Eistobel - Stoff zur Diskussion

Bei einem Kanu-Unfall ist ein 21-jähriger Student aus Augsburg im Naturschutzgebiet Eistobel im Landkreis Lindau schwer verletzt worden. Er war am Nachmittag des 3. November mit fünf Sportkameraden auf dem Fluss Argen unterwegs, wie die Polizei mitteilte.
Das Kanu des Studenten wurde dabei in einen Trichter unter Wasser gezogen. Der Mann geriet in eine drei Meter tiefe unterirdische Katakombe. Erst nach mehreren Minuten konnten seine Begleiter ihn etwa 100 Meter flussabwärts bergen. Er wurde von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er dann verstarb.



Es wird über den Kanusport teilweise äußerst kritisch berichtet. Und sogar die Sperrung des betroffenen Abschnittes in Erwägung gezogen. Um das zu verhindern, genauso wie weitere Kajakunfälle sind alle Paddler aufgerufen, sich für diese Themen stark zu machen.

Im Lindauer Kanuclub wird ein Treffen angestrebt, um oben genannte Punkte zu debattieren. Das tragische Ereignis am Eistobel hat nicht nur bei uns Wildwasserfahrern Aufsehen erregt, sondern sich auch Gehör beim Vorstand und dem Resortleiter für Sicherheit des BKV verschafft.

Bring DICH also auch ein!

Zeitungsartikel

Kommentare:

  1. Hi Leute,

    postet was das Zeug hält!!

    Wir müssen uns gegen eine Sperrung wehren! Wir sollten uns aber auch Gedanken, dass es solch einen Unfall kein zweites Mal gibt.

    Patschnass
    ale-s

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  2. der bericht ist der hammer

    http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/weiler/Weiler-kajak;art2792,667167

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  3. Aber echt!
    Weder Autor des Berichts noch die Feuerwehr Grünenbach war jemals beim Paddeln dabei oder hat überhaupt eine Ahnung, wie Paddeln abgeht. Paddeln auf dem Eistobel ist in ihren Augen wahrscheinlich das extremste vom Extremsten. Womöglich sind ja die ganzen Kajakfahrer überhaupt nicht informiert, was das Wasser, Ströme und Strudel anstellen können...(Ironie).Ich denke, dass sich jeder Kajakfahrer, der auf dem Eistobel paddeln geht, über die Schwierigkeiten und Gefahren bewusst ist! Ach und: Was stört Vögel, Fische und co mehr? 10 Paddler im Frühjahr und 10 Paddler im Herbst? Oder vielleicht doch die Unmengen an Wanderern und "Naturliebhabern"? Denn warum lohnt es sich wohl, ein Zahlhäuschen zu installieren? Naja ich könnt jetzt noch weiter schreiben:-)
    was sagt ihr dazu?...
    Schöne Grüße Marcel

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  4. Hier noch ein Bericht:

    http://www.hna.de/kasselstart/00_20091105064607_Tod_im_wilden_Gewaesser.html

    und nochmal von all-in.de:

    http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/weiler/Weiler-eistobel-unfall;art2792,666568

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  5. Bilder der Unglücksstelle(Bilder Nr. 7,8,10,12,13):
    http://www.eistobel.net/fotos/20050611/index.php

    Hier die nächsten 5 Bilder durchklicken, dann hat man einen Eindruck, wie die Trichter an der Stelle aussehen:
    http://www.freizeit-aktivzeit.de/2008-Eistobel/page-0025.htm

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  6. Danke schon mal für die Infos ;-)

    Ich denke,der Kajaksport, speziell das Wildwasserpaddeln ist sehr sicherheitsbewusst. Jeder Befahrer weis, auf was für Gefahren er sich beim Paddeln einlässt, und schützt sich dementsprechend mit Helm, Schwimmweste und gegebenenfalls mit Ellbogenschonern.
    Ich finde es deshalb nicht gerechtfertigt, dass manche Leute den Paddelsport in ein so schlechtes Licht rücken. Wenn ein Unfall passiert, dann ist es, denke ich, das Verschulden der einzelnen Person, vielleicht der Gruppe, aber nicht das der ganzen Paddelgemeinschaft.

    patschnass ale-s

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  7. Paddel ist und bleibt ein gefährlicher Sport. Machen wir uns nichts vor. Ich selbst bin auf der Argen schon fast abgesoffen. Nach tagelangen schweren Regenfällen war der Fluss in einem Zustand, wie ich Ihn noch nie gesehen haben. Das war wohl vermutlich 1997. Der Stand war mindestens 3-4m ü.N. Ich gebe uns allen die Schuld damals, dass wir gefahren sind. Eine vorherige Erkundung wäre ratsam gewesen. Seitdem bin ich nie allerdings nie wieder WW gefahren.

    Was ist passiert? Ein Baum wurde dieser Insel (nach der Rechtskurve mit der linksseitigen großen Felswand) in das Wasser gespült. Davor gab es eine große Walze, die bei n.Wst. eher ne Pipifax comunales Stufe für Anfänger ist. Ich bin in der Walze hängen geblieben und nach der vierten Rolle hatte ich kein Interesse mehr im Boot zu bleiben weil Kraft, Orientierung und Luft gefehlt hatten. Also bin ich ausgestiegen und versuchte die Insel anzusteuern, doch da war der überspülte Baum und ich hin darunter. maximal 20cm unter dem Wasser, Äaste in der Schwimmweste .. mehr brauche ich nicht sagen. Es grenzte an ein Wunder, dass es mich rausgezogen hatte, nach etwa einer Minute und diversen explodierenden Sternen vor den Augen.

    Definitv passieren mehr Unfälle die zum Glück noch glimpflich aussgehen. Der Zeitungsbericht ist eine Farce und richt doch sehr nach "ich berichte so, dass es gesperrt werden muss".

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